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Was den Menschen der Welt
am meisten fehlt, sind Menschen,
die sich mit den Nöten anderer beschäftigen.

Albert Schweitzer

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Unser Tag der offenen Tür
am 02. September 2016

Lernen Sie uns und unsere Kooperationspartner ganz anders kennen Weiterlesen

27. Juni 2014 – Tag der offenen Tür

An diesem Tag hatten wir unsere Türen für alle Weiterlesen

Häufige Fragen

Unter diesem Punkt möchten wir Ihnen erste Antworten zu Fragen geben, die uns von Interessenten bei ersten Kontakten sehr häufig gestellt werden.

Sie können und sollen selbstverständlich kein persönliches Beratungsgespräch ersetzen. Wir wollen Ihnen aber dabei helfen, sich auf ein solches Gespräch vorzubereiten, damit Ihnen im Gespräch die für Sie relevanten Lösungen schnell angeboten werden können.
Kann ich meine hilfsbedürftige Mutter schon bei einer beginnenden Demenz unterstützen?
Demenz ist der Oberbegriff für Erkrankungsbilder, die mit dem Verlust der geistigen Funktionen wie Denken, Erinnern, Orientierung und Verknüpfen von Denkinhalten einhergehen. Die Krankheit führt dazu, dass alltägliche Aktivitäten nicht mehr eigenständig durchgeführt werden können. 

Die am häufigsten auftretende Form der Demenz ist die Alzheimer-Krankheit. Bisher gibt es keine Lösung, Demenz langfristig aufzuhalten. Aber der Verlust des Kurzzeitgedächtnisses kann verlangsamt werden. 

In Betreuungsvereinen (wie in unserer Angehörigengruppe Kornblume) gibt es Hilfe und Beratung für die Umgehensweise mit demenziell erkrankten Menschen. Wir können ihnen die für Sie richtigen Ansprechpartner nennen.

Milieu- und biografieorientiertes Arbeiten. 
Was habe ich darunter zu verstehen?
Jeder Mensch hat eine Vergangenheit und ist in einem bestimmten sozialen Umfeld aufgewachsen und beheimatet. Trotz Umzug in eine Pflegeeinrichtung soll das Gefüge weitestgehend erhalten bleiben. Für die Mitarbeiter ist es deshalb wichtig zu wissen, wie der Pflegebedürftige früher gelebt hat, welche natürlichen Ängste er hatte und was ihm am Herzen lag.
Was sind Pflegestufen und wozu dienen sie?
Hier hat der Gesetzgeber u.a. für die ältere Generation eine Möglichkeit geschaffen staatliche Hilfe und Unterstützung in Form von Geld- und Sachleistungen zu bekommen. Um die Unterstützung ihn Anspruch nehmen zu können, ist ein nachvollziehbarer Hilfebedarf nachzuweisen, der sich in Form einer Pflegestufe wiederspiegelt. 

Grundsätzlich ist nicht die Schwere einer Erkrankung oder Behinderung maßgeblich. Als Grundlage für die Bestimmung der Pflegebedürftigkeit gelten die konkrete Funktionseinschränkung und der daraus resultierende Hilfebedarf.
Welche Pflegestufen gibt es?
Entsprechend der Schwere der Pflegebedürftigkeit existieren drei Pflegestufen nach § 15 SGB XI:
  • Pflegestufe 0 trifft zu, wenn der Zeitaufwand der Pflege täglich unter 45 Minuten liegt, jedoch durch z.B. eine Demenzerkrankung eine erheblich eingeschränkte Alltagskompetenz vorhanden ist.
  • Pflegestufe 1 „Erhebliche Pflegebedürftigkeit“ wird zugesprochen, wenn u.a. der Zeitaufwand der Pflege täglich mindestens 90 Minuten beträgt und auf die Grundpflege davon mehr als 45 Minuten entfallen.
  • Pflegestufe 2 „Schwerpflegebedürftigkeit“ wird zugesprochen, wenn u.a. der Zeitaufwand der Pflege täglich mindestens 180 Minuten beträgt und auf die Grundpflege davon mehr als 120 Minuten entfallen.
  • Pflegestufe 3 „Schwerstpflegbedürftigkeit“ wird  zugesprochen, wenn u. a. der Zeitaufwand der Pflege täglich mindestens 300 Minuten beträgt und auf die Grundpflege davon mehr als 240 Minuten entfallen.
Darüber hinaus gib es die „Härtefall-Regelung“ (Pflegestufe 3+). Die aber nur dann zum Tragen kommt, wenn der Pflegeaufwand in der Stufe 3 außerordentlich intensiv ist.

Darf ich als Tochter für meine pflegebedürftige Mutter entscheiden und unterschreiben?
Ja, aber nur wenn eine entsprechende Vollmacht vorliegt. Ehegatten und Kinder sind aufgrund der Verwandtschaftsverhältnisse nicht automatisch vertretungsberechtigt. Das Gesetz sieht die Möglichkeit vor, dass der Vollmachtgeber für verschiedene Bereiche Vollmachten erteilt, wie z.B. das Vermögen, die Gesundheit, das Aufenthaltbestimmungsrecht. 

Ratsam ist es daher, schon frühzeitig alles Wichtige zu regeln (Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung, Betreuungsgesetz). Auf der anderen Seite sollte sich aber auch der Vollmachtnehmer Gedanken machen, ob er alle Bereiche, für die er die Vollmacht erteilt bekam, abdecken kann oder ob gewisse Bereiche nicht besser von einem unabhängigen Dritten geregelt werden können. Wenn keine Vollmacht vorliegt, wird auf Antrag des Vormundschaftsgerichts ein gesetzlicher Betreuer bestimmt.
Was bedeutet Verhinderungspflege?
Bei einem bestehenden Pflegeanspruch, der bereits länger als sechs Monate gültig ist, ist die Inanspruchnahme einer „Verhinderungspflege“ durch eine Ersatzkraft möglich (§ 39 SGB XI). 

Voraussetzung ist, dass die Pflegeperson infolge von Krankheit, Urlaub oder sonstigen Gründen „an der Pflege gehindert ist“. Für die Gewährung der Ersatzpflege ist es nicht nötig, dass die Pflegeperson abwesend ist. 

Die Kosten werden jährlich für eine Dauer von bis zu insgesamt 4 Wochen bis zu einem Höchstbetrag von 1550 € übernommen. Bei der Ersatzkraft kann es sich auch um einen professionellen Pflegedienst handeln.
Kann ich ambulante Pflege auch in Anspruch nehnmen, wenn ich keine Pflegestufe habe?
Selbstverständlich können Sie ambulante Pflege auch dann in Anspruch nehmen wenn Sie keine oder noch keine Pflegestufe haben. Für die erbrachten Leistungen erhalten Sie am Ende eines Abrechnungszeitraums eine Rechnung. Welche Leistungen Sie in Anspruch nehmen, wird in einem ausführlichen Gespräch mit Ihnen gemeinsam erarbeitet.
Wer zahlt was?
Das bereits seit 1995 in Kraft getretene Pflegeversicherungsgesetz (SGB XI) regelt unter anderem die Ansprüche benötigter Hilfen pflegebedürftiger Menschen und die damit verbundenen Kosten. Die Leistungen des Pflegeversicherungsgesetzes sollen helfen, die Situation der Pflegebedürftigen zu erleichtern und zu unterstützen. Der pflegerische Aufwand muss in allen Pflegestufen gegenüber dem hauswirtschaftlichen Aufwand eindeutig im Vordergrund stehen.

Was ist eine Pflegesachleistung?
Bei der Pflegesachleistung nehmen Sie die Dienste eines ambulanten Pflegedienstes in Anspruch, der die Leistungen direkt mit der Pflegekasse abrechnet.
Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, damit Sie einen häuslichen Pflegedienst in Anspruch nehmen können?
Sie müssen bei Ihrer Pflegekasse die Feststellung Ihrer Pflegebedürftigkeit beantragen. Das gilt auch bei einer angestrebten Einstufung in eine andere Pflegestufe. Den Antrag können Sie selbst oder eine andere, von Ihnen bevollmächtigte Person stellen, dabei hilft Ihnen auch Ihr Hausarzt. 

Ist dieser Antrag bei der Pflegekasse eingegangen, wird die Pflegekasse Begutachtungstermin vorgeschlagen. Die Begutachtungen laufen immer nach einem bestimmten Schema ab und beinhalten Tests zu Bewegungs- und Wahrnehmungsfähigkeiten. 

Der Grad Ihrer Pflegebedürftigkeit wird in Pflegestufen ausgedrückt (die Pflegestufen finden Sie auf dieser Seite unter Allgemeine Fragen, Welche Pflegestufen gibt es?). 

Die Hilfe der häuslichen Pflege besteht in der Unterstützung bzw. der Übernahme der Verrichtungen des täglichen Lebens. Zu diesen Verrichtungen gehören die Bereiche Körperpflege, Ernährung, Mobilität und hauswirtschaftliche Versorgung.
Welche Leistungen werden von unserem ambulanten Pflegedienst angeboten?
Die Leistungen unseres ambulanten Pflegedienstes unterteilen sich in die Grundpflege, die Behandlungs- und Krankenpflege, in hauswirtschaftliche Tätigkeiten sowie in Information und Anleitung von Pflegebedürftigen und Angehörigen. Daneben bieten wir auch noch ergänzende Leistungen an.

Grundpflege:
Die Grundpflege beinhaltet die individuelle Körperpflege, das Waschen, Baden, Duschen sowie die Haar-, Mund-, Zahn- und Nagelpflege. Zur Grundpflege gehört auch die Hilfe beim An- und Auskleiden, das Lagern und Betten einschließlich vorbeugender Maßnahmen etwa gegen Wundliegen.

Hauswirtschaftliche Hilfen:
Hauswirtschaftliche Hilfen beinhalten die Hilfe bei der Nahrungszubereitung und Nahrungsaufnahme, aber auch bei der Reinigung der Wohnung und der Wäschepflege, bei Einkäufen usw.

Behandlungs- und Krankenpflege:
Behandlungs- und Krankenpflege hat krankheitsbedingte Ursachen; es handelt sich bei der Behandlungspflege um die krankheitsbedingte Versorgung (im Gegensatz zur altersbedingten Versorgung. Unter die Behandlungspflege fallen etwa ein Verbandswechsel, die Wundversorgung, Injektionen, Blutzuckerkontrolle, medizinische Einreibungen und Medikamentenüberwachung.