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Meist gestellte Fragen

Nichts soll unklar bleiben

Unter diesem Punkt möchten wir Ihnen erste Antworten zu Fragen geben, die uns von Interessenten bei ersten Kontakten sehr häufig gestellt werden.
Sie können und sollen selbstverständlich kein persönliches Beratungsgespräch ersetzen. Wir wollen Ihnen aber dabei helfen, sich auf ein solches Gespräch vorzubereiten, damit Ihnen im Gespräch die für Sie relevanten Lösungen schnell angeboten werden können.

Ja, in Betreuungsvereinen (wie in unserer Angehörigengruppe Kornblume) gibt es Hilfe und Beratung für die Umgehensweise mit demenziell erkrankten Menschen. Wir können Ihnen die für Sie richtigen Ansprechpartner nennen.

 

Demenz ist der Oberbegriff für Erkrankungsbilder, die mit dem Verlust der geistigen Funktionen wie Denken, Erinnern, Orientierung und Verknüpfen von Denkinhalten einhergehen. Die Krankheit führt dazu, dass alltägliche Aktivitäten nicht mehr eigenständig durchgeführt werden können. Die am häufigsten auftretende Form der Demenz ist die Alzheimer-Krankheit. Bisher gibt es keine Lösung, Demenz langfristig aufzuhalten. Aber der Verlust des Kurzzeitgedächtnisses kann verlangsamt werden.

Jeder Mensch hat eine Vergangenheit und ist in einem bestimmten sozialen Umfeld aufgewachsen und beheimatet. Trotz Umzug in eine Pflegeeinrichtung soll das Gefüge weitestgehend erhalten bleiben. Für die Mitarbeiter ist es deshalb wichtig zu wissen, wie der Pflegebedürftige früher gelebt hat, welche natürlichen Ängste er hatte und was ihm am Herzen lag.

Hier hat der Gesetzgeber u.a. für die ältere Generation eine Möglichkeit geschaffen staatliche Hilfe und Unterstützung in Form von Geld- und Sachleistungen zu bekommen. 

Seit dem 1. Januar 2017 gelten die neuen Pflegegrade, die die alten Pflegestufen vollständig abgelöst haben. Ab sofort soll nicht mehr der zeitliche Aufwand für die Pflege als Kriterium für Pflegebedürftigkeit gelten, sondern der Grad der Selbständigkeit, also wie selbständig die pflegebedürftige Person noch ist.

Die Pflegegrade sollen vor allem Menschen mit Demenz und psychisch Erkrankten die gleichen Pflegeleistungen ermöglichen, wie Pflegebedürftigen mit körperlichen Beeinträchtigungen.

Pflegegrad 1:
Geringe Beeinträchtigung der Selbständigkeit (12,5 bis unter 27 Punkte)

Pflegegrad 2:
Erhebliche Beeinträchtigung der Selbständigkeit (27 bis unter 47,5 Punkte)

Pflegegrad 3:
Schwere Beeinträchtigung der Selbständigkeit (47,5 bis unter 70 Punkte)

Pflegegrad 4:
Schwerste Beeinträchtigung der Selbständigkeit (70 bis unter 90 Punkte)

Pflegegrad 5:
Schwerste Beeinträchtigung der Selbstständigkeit mit besonderen Anforderungen an die pflegerische Versorgung (90 bis 100 Punkte).

Ja, aber nur wenn eine entsprechende Vollmacht vorliegt. Ehegatten und Kinder sind aufgrund der Verwandtschaftsverhältnisse nicht automatisch vertretungsberechtigt. Das Gesetz sieht die Möglichkeit vor, dass der Vollmachtgeber für verschiedene Bereiche Vollmachten erteilt, wie z.B. das Vermögen, die Gesundheit, das Aufenthaltbestimmungsrecht.

Ratsam ist es daher, schon frühzeitig alles Wichtige zu regeln (Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung, Betreuungsgesetz). Auf der anderen Seite sollte sich aber auch der Vollmachtnehmer Gedanken machen, ob er alle Bereiche, für die er die Vollmacht erteilt bekam, abdecken kann oder ob gewisse Bereiche nicht besser von einem unabhängigen Dritten geregelt werden können. Wenn keine Vollmacht vorliegt, wird auf Antrag des Vormundschaftsgerichts ein gesetzlicher Betreuer bestimmt.

Bei einem bestehenden Pflegeanspruch, der bereits länger als sechs Monate gültig ist, ist die Inanspruchnahme einer „Verhinderungspflege“ durch eine Ersatzkraft möglich (§ 39 SGB XI).

Voraussetzung ist, dass die Pflegeperson infolge von Krankheit, Urlaub oder sonstigen Gründen „an der Pflege gehindert ist“. Für die Gewährung der Ersatzpflege ist es nicht nötig, dass die Pflegeperson abwesend ist.

Die Kosten werden jährlich für eine Dauer von bis zu insgesamt 42 Tage bis zu einem Höchstbetrag von 1612 € übernommen. Bei der Ersatzkraft kann es sich auch um einen professionellen Pflegedienst handeln.

Selbstverständlich können Sie ambulante Pflege auch dann in Anspruch nehmen wenn Sie keine oder noch keinen Pflegegrad haben. Für die erbrachten Leistungen erhalten Sie am Ende eines Abrechnungszeitraums eine Rechnung. Welche Leistungen Sie in Anspruch nehmen, wird in einem ausführlichen Gespräch mit Ihnen gemeinsam erarbeitet.

Das bereits seit 1995 in Kraft getretene Pflegeversicherungsgesetz (SGB XI) regelt unter anderem die Ansprüche benötigter Hilfen pflegebedürftiger Menschen und die damit verbundenen Kosten. Die Leistungen des Pflegeversicherungsgesetzes sollen helfen, die Situation der Pflegebedürftigen zu erleichtern und zu unterstützen. Der pflegerische Aufwand muss in allen Pflegegraden gegenüber dem hauswirtschaftlichen Aufwand eindeutig im Vordergrund stehen.

Nähere Informationen zu den Kosten!

Bei der Pflegesachleistung nehmen Sie die Dienste eines ambulanten Pflegedienstes in Anspruch, der die Leistungen direkt mit der Pflegekasse abrechnet.

Sie müssen bei Ihrer Pflegekasse die Feststellung Ihrer Pflegebedürftigkeit beantragen. Das gilt auch bei einer angestrebten Einstufung in einen anderen Pflegegrad. Den Antrag können Sie selbst oder eine von Ihnen bevollmächtigte Person stellen, dabei hilft Ihnen auch Ihr Hausarzt.

Ist dieser Antrag bei der Pflegekasse eingegangen, wird die Pflegekasse einen Begutachtungstermin vorschlagen. Die Begutachtungen laufen immer nach einem bestimmten Schema ab und beinhalten Tests zu Bewegungs- und Wahrnehmungsfähigkeiten.

Der Grad Ihrer Pflegebedürftigkeit wird in Pflegegraden ausgedrückt (die Pflegegrade finden Sie auf der Seite Pflegegrade).

Die Hilfe der häuslichen Pflege besteht in der Unterstützung bzw. der Übernahme der Verrichtungen des täglichen Lebens. Zu diesen Verrichtungen gehören die Bereiche Körperpflege, Ernährung, Mobilität und hauswirtschaftliche Versorgung.

Die Leistungen unseres ambulanten Pflegedienstes unterteilen sich in die Grundpflege, die Behandlungs- und Krankenpflege, in hauswirtschaftliche Tätigkeiten sowie in Information und Anleitung von Pflegebedürftigen und Angehörigen. Daneben bieten wir auch noch ergänzende Leistungen an.

Grundpflege
Die Grundpflege beinhaltet die individuelle Körperpflege, das Waschen, Baden, Duschen sowie die Haar-, Mund-, Zahn- und Nagelpflege. Zur Grundpflege gehört auch die Hilfe beim An- und Auskleiden, das Lagern und Betten einschließlich vorbeugender Maßnahmen etwa gegen Wundliegen.

Hauswirtschaftliche Hilfen
Hauswirtschaftliche Hilfen beinhalten die Hilfe bei der Nahrungszubereitung und Nahrungsaufnahme, aber auch bei der Reinigung der Wohnung und der Wäschepflege oder bei Einkäufen.

Behandlungs- und Krankenpflege
Behandlungs- und Krankenpflege hat krankheitsbedingte Ursachen; es handelt sich bei der Behandlungspflege um die krankheitsbedingte Versorgung (im Gegensatz zur altersbedingten Versorgung. Unter die Behandlungspflege fallen etwa ein Verbandswechsel, die Wundversorgung, Injektionen, Blutzuckerkontrolle, medizinische Einreibungen und Medikamentenüberwachung.